Landauf, landab schiessen Yoga-Angebote wie Pilze aus dem Boden – manche sinnvoll, viele eher fragwürdig. Während der Markt immer unübersichtlicher wird, möchte ich heute eine klare Linie ziehen. Es gibt Dinge, die haben in einer authentischen Praxis nichts zu suchen. Hier sind drei Dinge, die du bei Veronensia Yoga in Boll niemals finden wirst:
„Smile for the Camera“: Deine Auszeit ist kein Content-Material
Ich sehe es immer wieder auf Social Media: Kursteilnehmer:innen, die während der Stunde gefilmt oder fotografiert werden. Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, um Zeit mit sich selber zu verbringen, um abzuschalten, Ruhe zu finden und in ihren „Safe Space“ einzutauchen, werden plötzlich zur Kulisse für das Marketing des Studios.
Ich frage mich dann: Wurden alle wirklich gefragt? Und wozu das Ganze? Um eine volle Klasse zu inszenieren? Meine klare Kante hierzu: Eine Yoga-Stunde ist ein geschützter Ort für echte Menschen und echte Gefühle. Ich erstelle keinen Content auf Kosten deiner Privatsphäre. Bei mir darfst du einfach SEIN – ohne Kamera im Nacken.
Bier, Käse & Heavy Metal: Yoga bleibt Yoga
Es ist fast schon amüsant, welche Blüten die Yoga-Welt treibt. Das Angebot scheint keine Grenzen zu kennen, doch manche Kombinationen verwässern den Kern der Praxis, die doch eigentlich darauf zielt, einen klaren und ruhigen Geist zu finden ist. Drei Dinge, die du bei mir vergeblich suchst:
- Bier-Yoga (Fokus gehört auf die Matte, nicht ins Glas)
- Käse-Yoga (Kulinarik und Asana trennen wir lieber)
- Heavy Metal-Yoga (obwohl ich Heavy Metal sehr mag – Wir suchen die innere Mitte, nicht den Moshpit)
Mir geht es nicht darum den Moralapostel zu spielen. Wer zu mir in die Stunden kommt, weiss: ich mag Lachen, auch mal einen Witz reissen und eine unkomplizierte, unverkrampfte Atmosphäre. Als Yogalehrerin bin ich mir aber auch bewusst, dass die Stunde ein Ort für Stille und Konzentration ist – in einer viel zu lauten Welt. Bei Veronensia Yoga konzentrieren wir uns auf die fundierte Verbindung von Atem und Bewegung, inspiriert von Vinyasa und Ashtanga – ohne unnötigen Firlefanz.
Das „Sardinen-Syndrom“: Platz für deine Entfaltung
Oft stolpert man über Bilder von vollgestopften Räumen, in denen zwischen den Matten kaum 15 cm Platz bleiben. Klare Kante bei Veronensia Yoga: Das „Ich-überfülle-als-Lehrer-den-Raum-Syndrom“ gibts bei mir nicht.
Ich respektiere deinen persönlichen Raum. Yoga braucht Weite – körperlich und mental. Wer sich bewegt, möchte nicht bei jeder zweiten Bewegung am Mattennachbarn anstossen. Im Raum an der Moosgasse 11 in Boll ist bei 10 Personen Schluss, auch wenn ich in diesen Raum locker 18 Matten platzieren könnte.
Fokus auf das Wesentliche: Kein Merchandising-Rummel
Der Raum an der Moosgasse ist als Karate Dojo eingerichtet. Schlicht, bodenständig und zweckmässig. Im Raum ist ein schöner, hölzerner Schwingboden verlegt. Wichtig wenn wir am Boden Übungen machen.
Es gibt kein prall gefülltes Verkaufsregal mit T-Shirts, Duftölen oder dem neuesten Lifestyle-Equipment. Mein Fokus liegt auf der Yoga-Praxis, der Anatomie und deiner persönlichen Entwicklung – nicht auf dem Verkauf von Merchandising. Wenn du Fragen hast, welche Matte oder Hilfsmittel du kaufen könntest, ich helfe gerne weiter und gebe dir Tipps, welches Material dich beim Lehren unterstützt.
Fazit: Als Yoga-Lehrerin fokussiere ich mich auf eine authentische Praxis, die Privatsphäre, persönlichen Freiraum und die Verbindung von Atem und Bewegung in den Mittelpunkt stellt, statt auf Trends oder Merchandising zu setzen. Mit Fokus auf das Wesentliche biete ich einen geschützten Raum für Entfaltung und echtes Yoga-Handwerk.
Zum Schluss noch dies: Zarna Garg bringt noch eine weitere Sichtweise ein: Yoga als Leistungssport in 200 Dollar Yoga-Hosen. 🙂 Darüber liesse sich auch einiges schreiben…
