Im Mai widmen wir uns bei Veronensia Yoga in Boll einer klaren Absicht, die uns durch die kommenden Wochen begleitet. Während die Natur draussen nun in sattem Grün steht, schauen wir nach innen und fragen uns: Was darf gehen?
Die Intention: „Ich lasse los, was mir nicht mehr dient“
Eine Intention – im Yoga auch Sankalpa genannt – ist wie ein Kompass für unsere Praxis. In diesem Monat laden wir bewusst das Loslassen ein. Oft halten wir an alten Gewohnheiten, körperlichen Verspannungen oder Gedankenmustern fest, die uns schwer machen. Doch genau wie der Frühling Platz für Neues schafft, nutzen wir die Yoga-Matte als Raum für Befreiung.
Auf Wunsch der Teilnehmerinnen: Die reinigende Kraft der Twists
Yoga ist für mich ein lebendiger Austausch, und ich freue mich immer sehr über eure Impulse und Wünsche aus den Kursen. Da aus der Dienstagsklasse gezielt der Wunsch nach Rotationen kam, widmen wir uns im Mai intensiv den Twists.
Diese Drehbewegungen wirken wie eine innere Reinigung – wir „wringen“ den Ballast des Alltags buchstäblich aus. Dabei erspühren wir: Aus welchem Teil der Wirbelsäule kommt die Rotation eigentlich? Wir lernen, die Basis stabil zu halten, um Freiheit in der Bewegung zu finden.
Fokus-Asana: Marichyasana und die Kunst der Erdung
Unsere Hauptasana in diesem Monat sind die Variationen von Marichyasana (der Sitz des Weisen Marichi). Um diese tiefe Haltung sicher zu erfahren, konzentrieren wir uns auf zwei Aspekte:
- Starke Wurzeln: Wir verbinden uns fest mit den Sitzbeinhöckern auf dem Boden. Nur durch diese tiefe Erdung gewinnen wir die nötige Stabilität für die anschliessende Drehung.
- Länge & Aufrichtung: Bevor wir rotieren, schaffen wir Raum. Wir dehnen und bewegen den Rücken gezielt, um die Wirbelsäule lang werden zu lassen. Denn nur aus der Aufrichtung heraus kann die Energie frei fliessen und das Loslassen gelingen.
Im Mai begleiten uns diese drei Schwerpunkte:
- Gezielte Rotationen: Wir erforschen die Bewegungen der Wirbelsäule und finden mehr Beweglichkeit im Brustkorb.
- Erdung & Präsenz: Wir spüren die bewusste Verbindung zum Boden, um uns in der Aufrichtung sicher zu fühlen.
- Mentales Loslassen: Bei jeder Ausatmung und jeder Drehung erinnern wir uns an unsere Intention: „Ich lasse los, was mir nicht mehr dient.“
Yoga in Boll: Gemeinsam wachsen
Ich schätze den Austausch mit euch in meinen Klassen in Boll sehr. Dass wir diesen Monat die Twists in den Fokus rücken, ist ein schönes Zeichen dafür, wie wir gemeinsam die Praxis gestalten und dabei wachsen.
Komm vorbei, bring deine ganz persönliche Intention mit auf die Matte und lass uns gemeinsam Platz für das schaffen, was dir wirklich dient.
