Juni: Schluss mit dem Self-Care-Stress: Warum deine Yoga-Praxis keine To-Do-Liste ist

Im Mai haben wir geübt, einen bewussten Fokus zu setzen – genau diese Fähigkeit bringt uns im Juni einen Schritt weiter. Denn echte Selbstfürsorge beginnt immer mit einer klaren Absicht. Ohne diesen ersten Schritt ist sie kaum möglich.

Echte Entspannung ohne Todo-Liste im Kopf
Wir fragen uns ganz ehrlich: Üben wir, um gut für uns zu sorgen – oder um noch besser zu funktionieren?

Im heutigen „Self-Care“-Hype ist das wichtiger denn je. Überall wird uns suggeriert, wie perfekte Selbstfürsorge auszusehen hat, doch oft versteckt sich dahinter nur getarnte Selbstoptimierung. Wir nehmen den Leistungsdruck des Alltags unbemerkt mit auf die Matte. Im Juni nutzen wir unsere geschulte Achtsamkeit, um diesen Autopiloten zu stoppen. 

Die Intention: „Ich muss nichts leisten, ich darf einfach spüren“ 

Wenn Selbstfürsorge zur nächsten To-Do-Liste im Kopf mutiert – mit dem Anspruch, perfekt zu meditieren oder die eleganteste Asana zu meistern –, erzeugt sie nur neuen Stress. Unser Sankalpa für den Juni bricht radikal mit diesem Optimierungszwang. Die Matte wird zum bewertungsfreien Raum: Du musst kein Ziel erreichen, sondern darfst einfach wahrnehmen, was ist.


Selbstoptimierung fragt: Wie werde ich noch besser? Echte Selbstfürsorge fragt: Was brauche ich genau jetzt?

Fokus-Thema: Der Spiegel unserer inneren Haltung 

Yoga zeigt uns die feine Linie zwischen gesundem Ehrgeiz und verkapptem Leistungsdruck. Wenn wir uns in Posen zwingen, damit sie von aussen „richtig“ aussehen, stecken wir in der Optimierungsfalle. Im Juni drehen wir den Spiess um: Die Pose passt sich deinem Körper an, nicht umgekehrt. Wir lernen, radikal auf unsere eigenen Bedürfnisse zu hören.

Unsere 5-Wochen-Reise im Juni: 

Jede Woche widmen wir uns einem Schwerpunkt, um den Unterschied zwischen Leistungsdruck und echter Fürsorge direkt über den Körper spürbar zu machen:

  • Woche 1: Die To-Do-Liste im Kopf. Weg vom Modus „Ich muss mich jetzt entspannen“.
  • Woche 2: Der Leistungsgedanke im Schafspelz. Wir durchschauen die Tendenz, nur zu entspannen, um morgen wieder „besser zu funktionieren“. Wir üben für das Wohlbefinden im Jetzt.
  • Woche 3: Toxische Positivität – Gefühle halten statt weglächeln. Auf der Matte darf alles Raum haben: Auch Erschöpfung, Frust oder Unruhe sind willkommen.
  • Woche 4: Die Motivations-Falle (Angst vs. Liebe). Rollst du die Matte aus, um ein Defizit zu reparieren, oder aus Selbstwertschätzung?
  • Woche 5: Die Erlaubnis zum Unperfektsein. Tschüss, eiserne Disziplin! In dieser Woche darf gewackelt, umgefallen und gelacht werden.

Yoga in Boll: Ein sicherer Hafen für dich 

Mir ist es ein grosses Anliegen, dass meine Klassen in Boll ein Ort sind, an dem du deine Masken ablegen kannst. Du musst hier nichts „gut“ machen. Komm genau so, wie du dich fühlst – mit deiner Müdigkeit, deinen Zweifeln oder deiner Freude. Lass uns gemeinsam lernen, wie sich echte, ungeschminkte Selbstfürsorge anfühlt.

Ich freue mich von Herzen auf diesen befreienden Monat mit euch. Bis ganz bald auf der Matte!

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